MATERIAL & TECHNIK

material pic1Pastellkreide & Pastellstifte


Mit Pastellkreiden kann man farbintensive, detailreiche und sehr ausdrucksstarke Portraits entstehen lassen. Die Pastellkreide besticht dabei nicht nur durch ihre enorme Leuchtkraft, sie ist zudem auch sehr lichtbeständig und weist eine lange Haltbarkeitsdauer auf.
Sie besteht aus reinen Farbpigmenten, die mit Kaolin gemischt und zu ihrer jeweiligen Form gepresst werden.

Die Pastellkreide wird in mehreren Schichten aufgetragen und ineinander verwischt, um so weiche Übergänge zu schaffen oder um spezielle Farbtöne zu erreichen. Farbige Malgründe eignen sich daher sehr gut, um besondere Effekte zu erzielen, indem man den Malgrund durchscheinen lässt etc. Bei kleinsten Details kommen Pastellstifte zum Einsatz, da man sie mittels eines Schmirgelpapiers oder Cuttermessers beliebig anschärfen bzw. anspitzen kann. Für meine Pastellportraits verwende ich fast ausschließlich Rembrandt Soft Pastellkreiden. Die Rembrandt Soft Pastelle sind qualitativ sehr hochwertig und verbinden meiner Meinung nach am besten die nötige Weichheit, um genug Farbpigmente abzugeben, mit der nötigen Härte, um nicht beim Abrieb zu Staub zu zerfallen. Aufgrund ihrer runden Form lassen sie sich sehr gut auf den Malgrund auftragen und liegen angenehm in der Hand. Außerdem besitzen die Rembrandt Soft Pastelle ein breites Farbsortiment von über 200 verschiedenen Farbtönen.
Die von mir verwendeten Pastellstifte sind von verschiedenen Herstellern und qualitativ ebenfalls sehr hochwertig und lichtbeständig.

 

material pic3Malgrund


Die Pastellkreideportraits entstehen auf speziell beschichteten Papieren: entweder auf PastelCard von Sennelier oder auf Pastelmat von Clairefontaine.
Diese speziell beschichteten Papiere sind in verschiedenen Farbtönen erhältlich und besitzen eine Stärke von 350 - 360 g/m².
Die rauhe, sandige Oberfläche der PastelCard (ähnlich wie feinem Schmirgelpapier) ermöglicht einen optimalen Abrieb der Kreiden, diese haften besser als auf einem glatten Malgrund und lassen so farb- und detailreiche Portraits entstehen.

Pastelmat weist im Vergleich zur PastelCard eine wesentlich feinkörnigere, samtartige Oberfläche auf. Auch auf diesem Malgrund ist ein optimaler Abrieb der Kreiden gegeben, sie lassen sich jedoch beim Auftragen der ersten Schicht schlechter verwischen.

 

 

material pic4Schutz & Fixierung


Bei Pastellkreideportraits sollte stets ein Passepartout bei der Rahmung verwendet werden, um das Aufliegen und Abfärben der Kreide am Glasrahmen zu verhindern. Die Verwendung von Fixativen reicht hierfür NICHT aus!

Ich habe mich außerdem bereits vor Jahren gegen das Fixieren von Pastellkreideportraits entschieden. Beim Fixieren von Pastellkreideportraits gehen die Meinungen in Künstlerkreisen sehr weit auseinander.
Die einen sehen ein Fixieren als zwingend erforderlich, andere (wie ich) lehnen das Fixieren grundsätzlich ab.
Aufgrund meiner Erfahrungen halte ich ein Fixieren nicht für notwendig, da selbst fixierte Pastellkreideportraits nie ganz wischfest sind.
Das größte Problem bei der Verwendung von Fixativen ist jedoch, dass die Farben (auch bei speziellen Fixiersprays für Pastellkreide) ihre Leuchtkraft verlieren und vor allem helle Töne und Weiß immens an Farbintensität abnehmen und einen gräulichen Ton bekommen. Das Pastellkreideportrait sollte daher schnellstmöglich mit einem Passepartout hinter Glas eingerahmt werden. Nur so kann ein mögliches Verwischen oder eine andere Beschädigung am Besten vermieden werden. Beim Kauf eines Portraits erhalten Sie ein Hinweisblatt zum richtigen Umgang mit den Pastellkreideportraits.

 

material pic5Technik


Nachdem ich das jeweilige Pferd vorskizziert habe, beginne ich mit der Ausarbeitung des Hintergrunds. Dadurch schaffe ich später einen sauberen Übergang zwischen Pferd und Hintergrund. Danach beginne ich damit, das Auge bzw. die Augen zu zeichnen. Die Augen sind das Wichtigste am Portrait, denn sie machen das Portrait erst lebendig und verleihen dem Pferd seine typischen Wesenszüge. Nach den Augen widme ich mich meistens den Nüstern und/oder Ohren, bevor ich den restlichen Kopf grundiere und die einzelnen "Bereiche" miteinander verbinde, indem ich den Rest ausarbeite.
Ist der Kopf fertig, grundiere ich Hals und Körper und füge dann Fell, Adern, Muskeln, Schatten, Mähne etc. hinzu.
Am Ende zeichne ich noch Tasthaare und einzelne Härchen (bspw. an Mähne und Schweif) ein.

Für ein Portrait benötige ich je nach Größe und Motiv zwischen 20 und 50 Stunden Arbeitszeit.