ERSTELLUNG & AUSWAHL EINER GEEIGNETEN VORLAGE

Für eine schöne, detailreiche und vor allem fotorealistische Portraitzeichnung sind sehr gute Vorlagen unabdingbar. Nur durch gute Vorlagen können auch gute Portraits entstehen, da ich immer nur das zeichnen kann, was ich sehe. Bei einer schlechten Vorlage ist es daher nur bedingt möglich, ein schönes Portrait zu erzielen.
Gänzlich ungeeignete Vorlagen lehne ich aus diesem Grund auch ab - einfach darum, weil Sie selbst ein schönes Ergebnis wünschen, an dem Sie lange Zeit Freude haben und ich Ihnen genau das ermöglichen möchte. Ich bitte Sie daher um Ihr Verständnis!

Fotos vom Fotografen sind natürlich von Vorteil, aber kein Muss. Mit Hilfe der folgenden Tipps können Sie auch selbst eine geeignete Vorlage erstellen. Gerne helfe ich Ihnen bei der Auswahl!
Bitte beachten Sie bei Fotos vom Fotografen, dass Sie die Berechtigung haben, die Fotos nutzen zu dürfen!

Erscheinungsbild des Pferdes


  • Das Pferd sollte sich in einem sauberen (herausgeputzten) Zustand befinden, denn nur so kann ich die genaue Fellfarbe und Fellzeichnung Ihres Pferdes erkennen. Das spielt vor allem bei Schimmeln, hellen Pferden oder Pferden mit viel Weiß eine große Rolle!
  • Dasselbe gilt für Kopfstücke, Halfter & Sättel. Diese sollten sich außerdem nur dann am Pferd befinden, wenn sie auch gezeichnet werden sollen (z.B. Showkopfstücke, Showhalfter). Ansonsten empfiehlt es sich beispielsweise nur ein Knotenhalfter zu verwenden, das relativ wenig abdeckt.

Lichtverhältnisse


  • Fotografieren Sie bitte immer draußen und bei Tageslicht, keinesfalls im Stall oder in der Dämmerung etc., da durch Kunst-oder Blitzlicht die Farben verfälscht werden und durch "Schummerlicht" und Dunkelheit viele Details verschwinden. Vermeiden Sie gegen das Licht oder spiegelnde Objekte zu fotografieren. Die beste Zeit, um zu fotografieren ist aufgrund des Lichteinfalls Morgens oder Abends. Mittags ist das Licht meistens sehr hell, wodurch wiederum starke Schatten entstehen können (vor allem im Sommer).

Perspektive


  • Achten Sie auf den Blickwinkel während des Fotografierens: Das Pferd sollte stets auf Bauch- bzw. Brusthöhe abgelichtet werden. Anstatt näher heran zu gehen, sollten Sie zoomen - so vermeiden Sie optische Verzerrungen (z.B. zu großer Kopf, kleiner unproportionaler Körper). Bei Bewegungsbildern sollte jedoch der Widerrist fokussiert werden, da sich dieser normalerweise auf der Höhe der Augen befindet und sich beides quasi auf einer Schärfeebene befindet.

  • Frontale Aufnahmen sind bei Pferden meist nicht so schön, wie schräg von der Seite aufgenommene Fotos. Achten Sie daher bitte auf die Perspektive und wie Sie ihr Pferd optimal in Szene setzen. Auch Pferde haben eine sogenannte "Schokoladenseite".
  • Das Pferd sollte aufmerksam blicken. Dabei sind zusätzliche Helfer von großem Vorteil, da diese das Pferd durch Rascheln, Trommeln, Rufen, Pfeifen etc. aufmerksam machen können und den Blick (und die Ohren!) des Pferdes in eine bestimmte Richtung lenken können. Zudem ist es mit einem Helfer bedeutend leichter, das Pferd richtig hinzustellen.
  • Achten Sie darauf, dass vor allem Details wie Augen und Nüstern, aber auch Blessen und andere (besondere) Abzeichen scharf zu sehen sind. Erstellen Sie dazu am besten zusätzliche Detailaufnahmen, auf die ich dann bei Unklarheiten zurückgreifen kann. Die Augen sind das Wichtigste in einem Portrait und sollten daher naturgetreu abgelichtet werden. Nur ein lebendig gezeichnetes Auge verleiht dem Portrait seinen unvergleichbaren Ausdruck.
  • Wichtig ist außerdem, dass sich vor dem Pferd keine störenden Objekte wie z.B. Zäune oder andere Gegenstände befinden. Der Hintergrund spielt für die Qualität der Vorlage keine Rolle.

Formatfüllend fotografieren


  • Achten Sie bitte darauf, dass das Foto eine hohe Auflösung besitzt und formatfüllend fotografiert wurde (also keine "Panoramafotos" auf denen das Pferd gerade noch so zu sehen ist, ansonsten aber nur die Umgebung). Dass Sie mit einer "richtigen" Kamera und nicht mit dem Handy fotografieren, versteht sich von selbst!

Viele Fotos anfertigen


  • Meistens bleiben aus ein paar 100 Aufnahmen nur ein paar wenig Gute übrig. Fertigen Sie daher lieber zu viele als zu wenige Fotos an. Senden Sie mir ruhig mehrere geeignete Fotos zu, so kann ich mir ein besseres Bild Ihres Pferdes machen, gewissen Charakterzüge besser erkennen und diese im Portrait gut herausarbeiten. Gerne helfe ich auch bei der Bildauswahl, wenn Sie noch unentschlossen sind.